MERLOT - der "Amselwein"

Ein Wein für die große Runde

Eine nette Anekdote, woher der Merlot seinen Namen haben soll, ist die Zurückführung auf das französische Wort „merle“ (Amsel). Das schwarze Kleinfedervieh soll sich angeblich sehr für die Trauben dieser Sorte begeistern. 

Das Ursprungsland des Merlot ist tatsächlich Frankreich, wo die Rebsorte bis heute die größte Verbreitung hat. Sie ist Partner in vielen Bordeaux-Cuvées und auch sortenrein zu finden. Bekannter Vertreter mit hohem Merlot-Anteil ist der Château Petrus, bei dem Merlot mit etwas Cabernet Franc verschnitten wird. Ähnlich sieht es im zweitgrößten „Merlot-Land“ Italien aus, wo die Rebsorte oft mit Sangiovese verfeinert wird. Natürlich ist die Rebsorte mittlerweile weltweit zu finden. Nord- und Südamerika verzeichnen nennenswerte Mengen, aber auch Südafrika und Australien.

Merlot ist ein gern genommener Partner für den Verschnitt mit anderen Trauben, da diese Rebsorte frühreifend aber auch früh trinkbar ist.

Der Merlot verfügt über ein reichhaltiges Aromenspektrum. Sortenrein bringt er oft cremige Vollmundigkeit mit marmeladiger Frucht zusammen. Vollreifes Pflaumen- oder Beerenkompott sind häufige Assoziationen. Deshalb passt dieser Rotwein auch gut zu Fleisch mit Fruchtkomponenten, zum Beispiel Wild mit Preiselbeeren, Ente mit Orange aber auch gerne zu kräftigem Blauschimmelkäse.

Kolja Kleeberg

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